„Geschlossenheit“ und Parteidisziplin als Systemzwänge

Ich habe für Telepolis einen Artikel geschrieben über über die Parteidisziplin, die aus der medialen Beobachtung von Politik folgt. Diese Disziplin nutzt wiederum Führungsvertretern, sich in ihren Ämtern zu halten, auch wenn sie eigentlich von der Mitgliedschaft längst abgelehnt werden.

Mehr dazu gibt es hier: Die Partei als Kartenhaus

Politik gilt vielen Menschen als „schmutziges Geschäft“. Kritik an der Politik kann stets auf Beifall hoffen. Besonders beliebt ist die Darstellung jener „da oben“ als moralisch verkommene Subjekte, die sich mit Lug und Trug ihren persönlichen Vorteil sichern. Ein Teil dieser hinterhältigen Praxis ist es dieser Sichtweise zur Folge, vor Wahlen den Wählern das Blaue vom Himmel zu versprechen. Politik sei eine „Show“, wird oft gesagt. Wer sich die Praxis anschaut, ist verlockt, diesen Urteilen zuzustimmen: Langweilige Parteitage feiern die Parteiführung. Die Wahlen sind vorhersehbar, für das Amt des Parteivorsitzenden gibt es meistens nur einen Kandidaten. Auch für die anderen Posten sind die Mehrheiten schon vorab organisiert worden. Echten Streit erlebt man selten vor laufenden Kameras. Man gibt sich harmonisch und „geschlossen“. Stimmt es also, dass Politiker in der Masse unehrliche Charaktere sind?

Die Antwort lautet: Nein. Zumindest ist die Moral nicht die wesentliche Erklärung für ihr Tun. Politiker verhalten sich den Umständen entsprechend vernünftig und tun, was das klügste ist. Für die Partei. Wer nur auf die moralische Standfestigkeit von Politikern schaut, missversteht die Zusammenhänge, in denen Politiker agieren. Weiterlesen

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Gauck und wie er die Welt sieht.

Das Sommerinterview des Bundespräsidenten ist nicht nur ein Lob für Merkel. Es macht auch Gaucks konservatives Gesellschaftsbild erkennbar.

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Der Mann mit dem Messer im Rücken

Wie namhafte FDP-Politiker ihren Vorsitzenden Philipp Rösler auf ihrem Bundesparteitag demontierten. Weiterlesen auf Spiegelfechter

 

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Guidos Ruf zu den Waffen

Erstveröffentlichung auf http://www.spiegelfechter.com/wordpress/ (Februar 2010)

Politik wird in den Medien gerne als Drama dargestellt, in dem Helden mit übermächtigen Bösewichten ringen. Publikumswirksam stehen in diesem Drama dann die Leidenschaften und Charaktere der Protagonisten im Vordergrund. Die Bühne ist bevölkert von machthungrigen Schurken, von eifersüchtigen Rivalen oder von nibelungentreuen Parteisoldaten. Weiterlesen

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